Milchkontor kompensiert Milchwegfall und steigert Umsatz - H+O Hansmann u. Otte GbR

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Milchkontor kompensiert Milchwegfall und steigert Umsatz

Erschienen am 27.03.2018
Bremen (dpa/lni) - Nach dem heftigen Krisenjahr 2016 hat Deutschlands größtes Molkereiunternehmen DMK im Vorjahr Umsatz und Gewinn teils deutlich steigern können. Laut den am Mittwoch vorgelegten vorläufigen Zahlen erwirtschaftete das Deutsche Milchkontor (DMK)
2017 einen Umsatz auf 5,8 Milliarden Euro (2016: 5,1 Milliarden Euro) und ein Jahresüberschuss vor Steuern von 29,5 Millionen Euro (2016:
13,5). Das an die Landwirte ausgezahlte Milchgeld lag den Angaben zufolge im Jahresmittel bei 36,29 Cent je Liter - inklusive aller durchschnittlichen Zuschläge und der Dividende.

Damit sei es der DMK gelungen, 2017 mehr Milchgeld auszuzahlen als der Durchschnitt der Wettbewerber. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Zeven ist der viertgrößte Lieferant des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. DMK-Chef Ingo Müller führte die Geschäftsentwicklung auch auf die eingeleitete Umstrukturierung in dem Unternehmen zurück. «Heute können wir festhalten, dass wir auf dem richtigen Weg sind und auf unserem Weg schon ein gutes Stück vorangekommen sind. Die ersten Erfolge sind sichtbar.»

Im Krisenjahr 2016 lag der DMK-Milchpreis für die Bauern bei durchschnittlich 25,2 Cent und 2015 bei 27,6 Cent je Liter. Zum Anfang des Jahres 2018 verlor das DMK durch Kündigungen und Molkereiwechsel von unzufriedenen Landwirten etwa 400 Millionen Kilogramm Milch. Dies sei aber unter anderem durch den Ausstieg aus margenschwachen Mengengeschäften im Wesentlichen ausgeglichen worden.
Die beschlossenen kompletten oder teilweisen Schließungen von Werken in Rimbeck (Nordrhein-Westfalen), Bad Bibra (Sachsen-Anhalt), Bergen auf Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) und Nordhackstedt
(Konfektionierung/Schleswig-Holstein) sind laut DMK in der Umsetzung.