Aktivisten protestieren mit Eier-Attrappen gegen Tierquälerei

Mannheim (dpa/lsw) - Mit großen aufblasbaren Eier-Attrappen haben Aktivisten in Mannheim kurz vor Ostern gegen Tierquälerei in Agrarbetrieben protestiert. Die Demonstranten wollten an das Leid der Hühner erinnern, die für Eier in Nudeln täglich ausgebeutet würden, teilte die Organisation Peta am Mittwoch mit. Der Protest richtete sich demzufolge besonders gegen das Unternehmen Birkel. Auf Anfrage teilte die Firma mit, sie nehme Hinweise auf mögliche Missstände sehr ernst. Das Unternehmen habe bereits mit Lieferanten Kontakt aufgenommen, um die Vorwürfe lückenlos aufzuklären.

Peta wurde eigenen Angaben zufolge Bildmaterial aus mehreren Anlagen in Polen und den Niederlanden zugespielt. «Schockierende Bilder» ließen den Schluss tierquälerischer Zustände zu. Die Recherche der Lieferketten zeige, dass Eier aus den Betrieben auch in verarbeiteten Lebensmitteln landeten, die in Deutschland angeboten würden.

Birkel teilte mit, man akzeptiere nur Rohwaren aus einwandfreier Produktion und Haltung. Sollten sich die Hinweise als berechtigt erweisen, behalte sich die Firma im Einzelfall vor, die Geschäftsbeziehung zu beenden.

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